Verglasungsdichtstoff auftragen: So wählen und verwenden Sie den richtigen Dichtstoff für Glas

Glas und Fensterrahmen wirken ständig gegeneinander. Wind drückt gegen die Scheibe, Temperaturunterschiede lassen Materialien sich ausdehnen und das Gewicht des Glases drückt auf die Glasleisten. Ohne eine gute Abdichtung gelangt Feuchtigkeit hinter die Glasleiste, es kommt zu Zugluft im Haus und schließlich zu verrotteten Fensterrahmen. Und das möchten Sie natürlich nicht.

Ein geeigneter Dichtstoff für Glas gleicht diese Bewegung aus und dichtet alles wasserdicht ab. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welcher Dichtstoff am besten geeignet ist, worauf Sie achten müssen und wie Sie den Verglasungsdichtstoff Schritt für Schritt fachgerecht auftragen.

Inhalt

  1. Welchen Dichtstoff wählst du für Glas?
  2. Was brauchen Sie?
  3. Anleitung: Verglasungsdichtmasse auftragen
  4. Wann muss man die Dichtmasse austauschen?

Welchen Dichtstoff wählst du für Glas?

Für die allermeisten Glasarbeiten greifen Sie zum Verglasungskitt. Dieser haftet ohne Grundierung auf Glas, Holz, Aluminium und Kunststoff und bleibt dauerhaft elastisch. Für eine normale Glasscheibe oder Glasleiste müssen Sie also nicht weiter suchen.

Zwei Ausnahmen, die Sie beachten sollten:

  • Wenn Sie mit einem Spiegel oder einer beschichteten Scheibe arbeiten, wählen Sie einen neutralen Silikondichtstoff.
  • Verwenden Sie niemals einen Acetat-Dichtstoff in einem Fensterrahmen, da die Essigsäuredämpfe Aluminium und Glasbeschichtungen angreifen.

Sind Sie unentschlossen zwischen Verglasungsdichtstoff und Acryldichtstoff, oder möchten Sie zunächst sichergehen, welcher Typ für Ihre Situation geeignet ist? In Verglasungsdichtstoff oder Acryldichtstoff Wir stellen Ihnen die gesamte Auswahl vor. Haben Sie Ihr Set schon bereit? Dann legen wir im Folgenden los.

Was benötigen Sie zum Verkleben von Glas?

Zum Verfugen von Glas sollten Sie alles bereits vor Beginn der Arbeit bereitlegen, das erspart Ihnen das Hin- und Herlaufen während der Arbeit. Sie benötigen:

Anleitung: Verglasungsdichtmasse auftragen

Befolgen Sie diese Reihenfolge für ein sauberes und langlebiges Ergebnis. Die Vorbereitung entscheidet mindestens zur Hälfte über das Endergebnis.

Schritt 1: Entfernen der alten Dichtungsmasse

Schneiden Sie die alte Dichtungsmasse vorsichtig mit einem Cuttermesser ab. Halten Sie die Klinge flach, um Kratzer auf dem Glas zu vermeiden, und arbeiten Sie in dünnen Schichten. Ziehen Sie die Dichtungsmasse in einem Zug heraus und entfernen Sie Rückstände mit dem Spachtel.

Schritt 2: Glas und Fensterrahmen reinigen

Entfetten Sie sowohl das Glas als auch die Glasleiste mit Profi Cleaner oder Isopropanol. Lassen Sie alles vollständig trocknen, bevor Sie fortfahren. Staub, Fett oder ein Feuchtigkeitsfilm führen nämlich zu einer schlechten Haftung und lassen sich im Nachhinein nicht mehr beheben, ohne die Fuge erneut aufzuschneiden.

Schritt 3: Abkleben für scharfe Kanten

Kleben Sie das Glas und die Glasleiste etwa 2 mm neben der Fuge mit Malerklebeband ab. Dies verhindert das Auslaufen des Dichtstoffs und sorgt für eine kristallklare Dichtungslinie. Drücken Sie das Klebeband fest an, da der Dichtstoff sonst darunter kriecht.

Schritt 4: Rohr vorbereiten und Dichtstoff auftragen

Schneiden Sie die Düse der Kartusche schräg auf die Breite der Fuge ab. Setzen Sie die Kartusche in die Kartuschenpistole ein. Spritzen Sie den Dichtstoff in einer fließenden Bewegung in die Fuge, wobei die Pistole in einem Winkel von etwa 45 Grad gehalten wird. Üben Sie dabei konstanten Druck aus, da es sonst zu dicken und dünnen Stellen kommt.

Schritt 5: Glätten der Dichtungsmasse

Glätten Sie die Dichtmasse unmittelbar nach dem Auftragen mit einem Glättespachtel oder einem nassen Finger. Wir verwenden oft eine leichte Seifenlauge, damit die Dichtmasse nicht am Finger kleben bleibt. Halten Sie den Spachtel in einem festen Winkel und streichen Sie in einer durchgehenden Bewegung.

Schritt 6: Entfernen des Klebebandes

Ziehen Sie das Malerband vorsichtig nach außen ab, solange die Dichtmasse noch nicht ausgehärtet ist. Wenn Sie dies später tun, ziehen Sie wahrscheinlich einen Rand der Dichtmasse mit ab. Ein schräger Winkel funktioniert am besten.

Schritt 7: Aushärten lassen

Lassen Sie den Dichtstoff mindestens 24 Stunden aushärten, bevor Sie die Scheibe belasten. MS-Polymer-Dichtstoff härtet je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit etwa 2–3 mm pro 24 Stunden aus. Eine Standard-Glasfuge ist somit innerhalb weniger Tage vollständig ausgehärtet. Bei dickeren Fugen oder kaltem Wetter können Sie ruhig noch ein paar Tage hinzurechnen. Lesen Sie hier mehr darüber Die Trocknungszeit des Dichtstoffs.

Wann muss man die Dichtmasse austauschen?

Eine Dichtungsnaht mag wie ein kleines Detail erscheinen, bestimmt jedoch maßgeblich die Lebensdauer eines Fensterrahmens. Rechnen Sie ab dem ersten Feuchtigkeitsspur mit etwa zwei bis vier Jahren, bis die Glasleiste komplett ausgetauscht werden muss – und das ist eine Außenarbeit, für die ein Maler schnell einen ganzen Tag benötigt.

Wir stellen in der Praxis fest, dass Fensterrahmen, bei denen die Dichtungsmasse alle zehn bis fünfzehn Jahre rechtzeitig ausgetauscht wird, zwei- bis dreimal so lange halten wie Fensterrahmen, bei denen diese Wartung unterbleibt.

Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen erkennen, ist es Zeit für neues Dichtungsmittel:

  • Risse oder Haarrisse in der bestehenden Dichtungsfuge
  • Lose Kanten oder Hohlstellen lassen sich durch leichtes Andrücken beheben
  • Verfärbung nach außen hin in Grau oder Schwarz
  • Feuchtigkeitsspuren an der Glasleiste oder am Fensterrahmen